„Notizen zur Fotografie“ von Wilm Weppelmann

  • verstehen wir die Welt besser, wenn wir mehr Bilder von ihr haben?
  • jede Fotografie ist ganz einfach das Ergebnis einer Reflexion von Licht, die künstlerische Arbeit wird erst wesentlich, wenn sie die Essenz einer spirituellen geistigen Arbeit ist
  • manchmal sagt die Fotografie, die Welt ist zu viel Wahrheit und trotzdem vergißt sie, daran etwas zu ändern
  • du wirst die Beziehung von Licht zum Subjekt und Schatten zum Nichts verstehen müssen ..
  • dennoch, Pixel haben keinen Körper
  • in der Vergangenheit half uns die Fotografie geistige Welten zu öffnen für das Dahinter, das Ferne und Fremde # jetzt sind wir bald gezwungen, alle Vor-bilder Symbole mühevoll abzuschütteln, uns zu reinigen und zu konzentrieren und unseren Geist, unsere eigenen Sinne zu öffnen für die Wirklichkeit, für die Nähe, das Gewöhnliche, sonst haben wir keine Chance mehr real zu sein
  • Fotografien können nicht lügen, weil sie nie die Wahrheit gesagt haben
  • warum sollte ich fotografieren # alle Bilder sind gemacht
  • die Kamera ist ohne Selbstbewusstsein
  • die Fotografie hat ihren Hindernisparcours verloren # es ist einfach, zum Bild zu kommen #  Bilder satt und beliebig
  • wenn die Malerei ein Teil von mir wäre, dann könnte ich malen, dann würde ich malen und  nur malen
  • die Flut der Bilder zeigt die Fülle der Leere

aufgeschrieben am 10.5.2013 Köln ©wilm@weppelmann.de

bildstörung

© 2013 photography: wilm@weppelmann.de

Print Friendly, PDF & Email